Die Kurleistungsversicherung in der privaten Krankenversicherung

Einige private Zusatzversicherungen können sich als durchaus nützlich erweisen, wenn die Versicherung in der gesetzlichen relaxation-684716_640Krankenversicherung vorliegt. Auch bei einer privaten Krankenversicherung kann es durchaus von Vorteil sein, die eine oder andere Zusatzleistung zu buchen und sich damit extra abzusichern. Ein besonders wichtiges Thema in der heutigen Zeit sind die Kuraufenthalte. Durch Stress, chronische Krankheiten oder auch andere Gründe, sind immer mehr Menschen reif für eine Kur und beantragen diese auch bei der Krankenkasse oder der Deutschen Rentenversicherung. Wer bereits einmal eine Kur beantragt hat der weiß, wie schwierig es sein kann, hier die Bestätigung zu erhalten. Doch selbst wenn die Bestätigung nicht lange auf sich warten lässt, gehen mit einer Kur oft auch Kosten einher, die vielleicht nicht immer abzudecken sind.

Kurtagegeld als Zusatzversicherung

candle-807247_640Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen zwar die grundsätzlichen Kosten, die bei einem Kuraufenthalt anfallen, ein Kurtagegeld gibt es für den Versicherungsnehmer jedoch nicht. Gerade dies kann jedoch ausschlaggebend dafür sein, ob eine Kur überhaupt in Anspruch genommen werden kann. Daher gibt es eine Zusatzversicherung in Form von Kurtagegeld. In der Regel erhalten gesetzlich Versicherte bis zu 40 Euro von dem Versicherungsunternehmen bei einer Kur oder auch einem Rehaaufenthalt pro Tag. Wer in der privaten Krankenversicherung ist und ebenfalls eine Kurtagegeld-Zusatzversicherung abschließt, der kann sich über bis zu 160 Euro pro Tag freuen – je nach Versicherungsunternehmen. Die Höhe für das Kurtagegeld ist abhängig davon, ob es sich um eine ambulante oder stationäre Kur handelt, welche ärztlichen Behandlungen und Arzneimittel in Anspruch genommen werden.

 

 

Auf den Tarif achten

Lohnenswert ist die Auswahl von einer privaten Zusatzversicherung für den Kuraufenthalt vor allem dann, wenn der Versicherungsnehmer weiß, dass er häufiger eine Kur oder eine Reha in Anspruch nehmen möchte und darf. Bei der Auswahl des Tarifs ist es aber dennoch wichtig, die einzelnen Punkte im Auge zu behalten und darauf zu achten, dass die Leistungen auch wirklich abgedeckt werden. So fordern einige Versicherungsunternehmen direkt eine ärztliche Verordnung. Andere geben sich bereits mit einer Empfehlung zufrieden. Zudem ist die Zahlung von Kurtagegeld oft in stationäre und ambulante Aufenthalte unterteilt. Hier können die Leistungen variieren und sollten genau überprüft werden.

 

Wichtig: Vor der Vertragsunterzeichnung sollte abgeklärt werden, ob die Leistungen möglicherweise nur für einen begrenzten Zeitraum gezahlt werden. So gibt es einige Tarife, bei denen die Leistungen auf bis zu 28 Tage oder weniger beschränkt sind. Dauert die Kur länger, muss der Versicherungsnehmer selbst die weiteren Kosten tragen.

 

Wie ist es mit nicht verordneten Kuren?

 

Nicht alle Kuren werden direkt verordnet. Der Arzt kann eine Empfehlung aussprechen. Genehmigt die Krankenkasse oder auch die Rentenversicherung die Kur, so ist das natürlich ein Vorteil. Bei einer Zusatzversicherung für Kurtagegeld kann es aber sein, dass nicht verordnete Kuren nur in bestimmten Abständen genehmigt werden. Das heißt: Wer bereits vor beispielsweise sechs Monaten eine nicht verordnete Kur hatte und nun eine weitere antreten möchte, erhält möglicherweise erst einmal keine Leistungen aus der Versicherung. Teilweise müssen zwischen den Kuren 12 Monate oder noch mehr Zeit liegen, damit die Zusatzversicherung wieder greift.